Dienstag, 30. November 2021

Hähnchenschenkel mit selbstgemachter Würzmarinade und Pommes rot-weiß

In Erwartung, dass ich bei meiner Boosterimpfung genauso lange hocken muss wie mein Mann vergangene Woche habe ich für heute was ganz Schnelles geplant: Pommes und Hähnchenschenkel aus der Fritteuse. Sozusagen der Härtetest für unsere neue "Ich kann fast alles außer philosophieren"-Heißluftfritteuse von Xiaomi (ja, die mit dem "Mi"). 

Schlussendlich war ich aber doch schneller und bin fast verhungert, weil es so gut gerochen hat.

Die Schenkel waren butterzart und die Haut schön knusprig.

Ich bin satt und zufrieden und überhaupt! 



Montag, 29. November 2021

Hähnchen Cordon Bleu mit Petersilien-Butter-Kartoffeln und Karotten-Lauch-Gemüse

Wir haben hier einen echt fantastischen Metzger mit 1a Qualität und tollem Preis-Leistungs-Verhältnis. Somit lohnt es sich für mich nicht, Cordon Bleu selber zu machen. Die kaufe ich nur noch küchenfertig vorbereitet dort. 
Und da ich davon noch welche im Tiefkühler hatte und außerdem die Kartoffeln und Karotten mal so langsam wegmussten, gab es dieses einfacher aber immer wieder sauleckere Essen.

Die Kartoffeln viertle ich bereits vor dem Kochen und hebe sie dann direkt mit einem Schaumlöffel in zerlassene Butter. Dort schwenke ich sie und gebe Petersilie drüber. Nach Geschmack salzen und pfeffern.

Das Karotten-Lauch-Gemüse ist ein abgewandeltes Rezept von chefkoch.de und nachdem das Gemüse kurz in Butterschmalz angedünstet wurde, lösche ich es mit einer 2:1 Mischung aus trockenem Weißwein und Sahne ab und lasse es ca. 15 Minuten köcheln. Es sollte noch etwas Biss haben. Dann auch hier nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen. Lecker!
Es ist gerade noch so eine Portion für den Mann für die Arbeit übriggeblieben 😋



Sonntag, 28. November 2021

Jägerschnitzel "DDR" mit Nudeln und Tomatensauce

Als ich vor Jahren das erste Mal davon hörte, war ich super skeptisch. Und es dauerte auch einige Zeit, bis ich mich damit anfreunden konnte. Mittlerweile, nach gut 20 Jahren Ehe mit einem ostdeutschen Bürger, esse ich es durchaus ganz gerne - aber es muss tatsächlich Jagdwurst sein. Mit Fleischwurst oder anderen Wurstsorten schmeckt es einfach nicht. 

Heute war's mal wieder soweit und mein Mann hat rundum gegrinst 😁



Samstag, 27. November 2021

Finnische Ofenpfannkuchen mit Erdbeersauce und Vanilleeis

Überbackene Pfannkuchen hatten wir schon öfter, aber reine Ofenpfannkuchen? Nö! Vor kurzem bin ich auf dieses (angeblich) finnische Rezept gestoßen. Heute dann mal ausprobiert. Was mir schon mal sehr gut gefällt, ist, dass ich nicht gefühlte 5 Stunden vor der Pfanne stehen und einen Pfannkuchen nach dem anderen backen muss. Das mag ich nämlich so gar nicht. Hier rühre ich alles zu einem dünnen Teig zusammen und kippe das ganze auf ein mit Backpapier ausgelegtes hohes Backblech. Bei 200 °C 25-30 Minuten in den Ofen, fertig. Das Ergebnis ist schön fluffig und vor allem nicht so fettig wie in der Pfanne.

Als Nachtisch aber fast noch besser geeignet. Sehr lecker 😋




Freitag, 26. November 2021

Voradventliche Mutter-Sohn-Tradition

Der Freitag vor dem 1. Advent. Seit Jahren haben mein Kind und ich an diesem Tag die Tradition, erst shoppen zu gehen und danach bei Burger King einzukehren. Nur wir Beide. 

Bereits im vergangenen Jahr hat uns Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht, damals wegen des Lockdowns.

Und auch in diesem Jahr wurde es leider wieder nichts. Bei Inzidenzwerten im höheren dreistelligen Bereich sowie einem noch an den Resten einer Mandel- und Nasennebenhöhlenentzündung laborierendem Kind wollten wir uns nicht ins Getümmel stürzen.

Und wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, kommt der Berg eben zum Propheten.

Wir haben Papa ins Drive-In geschickt 😁

Selbst dazu gemacht habe ich Chicken Nuggets, Potatoe Wedges und ein Bananen-Milchshake. Auch sonstige Getränke kamen aus dem persönlichen Vorrat.

Und ja, 1-2x im Jahr gibt es bei uns Fast Food zum Abendessen. Auch wenn es mir dann wieder die nächsten 1-2 Tage im Magen liegt.






Donnerstag, 25. November 2021

Camembert-Preiselbeer-Flammkuchen

 Ja, es gab schon wieder Flammkuchen. Nein, das wird uns nicht zu viel. Dafür ist er nämlich zu lecker. Außerdem habe ich heute einen neuen Belag getestet.

Frühlingszwiebeln, Camembert, Preiselbeeren, dazu eine großzügige Prise frischgemahlenen Pfeffer - ein echtes Herbstgericht mit Zutaten, die wunderbar harmonieren - wir waren begeistert 😋






Mittwoch, 24. November 2021

Reis-Hack-Eintopf

 Heute gab es bei uns Reis-Hack-Eintopf. Leider essen meine Männer äußerst ungern Reis. Traumatische Erinnerungen an Kindheit und Schulmensa werden da geweckt.

Nicht so schön für mich, da ich Reis sehr gerne mag (außer Reissuppe, das geht überhaupt gar nicht).

Aber dieser Eintopf kam gut an und ich darf ihn öfters machen 😃

Inspiriert wurde ich übrigens durch das Rezept von "Einfach Malene", auf deren Seite ich schon einige leckere Sachen gefunden habe:

https://www.einfachmalene.de/mega-leckerer-reis-hackfleisch-topf/


Ich habe lediglich auf Stärke und geräucherten Paprika verzichtet, dafür etwas mehr rosenscharfes Paprikapulver verwendet. 





Dienstag, 23. November 2021

Tagliatelle mit Birnen-Gorgonzola-Sauce

Ebenfalls ein neues Rezept aus der Zeitschrift "Mein schönes Land". 

Ein perfektes Rezept für den Herbst. Die Zutaten harmonieren gut.

Allerdings hätte das Ganze noch ein bisschen Sahne anstatt Wasser (für die Gemüsebrühe) vertragen können. Klar, es wäre dann gehaltvoller, aber auch geschmacklich besser. Die Birnen werden ungeschält verwendet und in Wein & Gemüsebrühe gedünstet. Besser wäre gewesen, die Birnen zu schälen und dafür nur kurz zum Schluss in der Sauce ziehen lassen. 100 g gehackte Walnüsse waren ebenfalls ein bisschen zu viel des Guten. Alles in allem ein gutes Rezept, mit kleinen Schwächen, die man aber beheben kann.




Montag, 22. November 2021

Joghurt-Apfel-Pfannkuchen

Apfelpfannkuchen sind ja nun wirklich besonders aufwändiges oder Aha-Rezept. Diese hier sind allerdings mit Joghurt und geschmolzener Butter und werden so richtig fluffig. Geschmacklich irgendwie erfrischend und nicht so schwer wie es bei anderen Pfannkuchenrezepten manchmal der Fall ist.
Als Topping gab es den Rest Joghurt, beim nächsten Mal gibt es Karamellsauce.



Sonntag, 21. November 2021

Der etwas andere Burger

Ich bin nicht so der Fan von Kochzeitschriften, da ich in all den Jahren mehr Fehlgriffe als Erfolgsrezepte hatte. Mittlerweile achte ich daher sehr darauf, von wem das Rezept ist und überfliege es, um im Vorfeld faule Eier auszusortieren. Pro Jahr bleiben eine Handvoll übrig, die es in meine Küche schaffen. 

So auch der "etwas andere Burger" oder: Kirsch-Brie-Burger. Hier fand ich den Namen so interessant, dass ich einfach nicht daran vorbei kam. Ein Burger, der, anders als zur klassischen Variante, keine BBQ Sauce und keinen Cheddar oder sonstigen hierfür geeigneten Käse braucht. Rucola anstatt Salat. 

Das klingt einfach zu verlockend, um ihn nicht auszuprobieren. Eine Sauce aus karamellisierten Zwiebeln und Sauerkirschen. Verrückt! 

Aber sooo lecker!! Und definitiv mal was völlig anderes. Ich schlecke mir jetzt noch alle Finger ab - mjamm!! 😋



Samstag, 20. November 2021

Kulinarische Reise durch Deutschland - Teil 16: Thüringen

Die letzte Etappe ist erreicht - es hat uns nach Thüringen verschlagen. Hier fanden wir einiges, was unserem Gaumen gefällt. Klar, Thüringen ist ja auch nah am Gourmetland Franken 😁

Entschieden haben wir uns schlussendlich für original Thüringer Bratwürste (exklusiv von einem Thüringer Metzger) mit Sauerkraut, Kartoffeln und echtem Thüringischem Senf. 

Was unterscheidet die Thüringer Bratwurst nun eigentlich von der einzig wahren Bratwurst, der Nürnberger? Nun, zuallererst natürlich die Größe (ich sag doch, die Größe alleine ist nicht das Entscheidende ;) ). Es gibt ja für alles eine EU-Verordnung und die gibt es natürlich auch für die Thüringer Rostbratwurst. Sie muss mindestens 15 cm lang sein, mittelfein, roh oder gebrüht. 100 bis 150 g schwer. Die Nürnberger ist zwischen 7 und 9 cm lang und wiegt zwischen 20 und 25 g (und schmeckt natürlich besser, das muss mal gesagt sein). Und - die Gewürzmischung ist ein "Nürnberger Staatsgeheimnis". Ja, echt jetzt! Staatsgeheimnis (somit wäre auch geklärt, dass Franken ein eigener Staat ist und Nürnberg Landeshauptstadt. Sag ich doch immer)! Okay, zurück nach Thüringen.

Die erste urkundliche Erwähnung (eine Bratwursturkunde - Sachen gibt's...) datiert aus dem Jahre 1404 (sagt das Bratwurstwiki). Im Rudolstädter Staatsarchiv findet sich eine Abrechnung des Arnstädter Jungfrauenklosters (Bratwürste im Jungfrauenkloster, so so...) für einen Haufen dieser Würste (ich muss jetzt lachen). Wen das älteste Originalrezept interessiert, der muss im Staatsarchiv Weimar vorstellig werden. Und auch schon Martin Luther und Goethe wussten die Wurst zu schätzen. Und selbst im Simplizissimus wird sie lobend erwähnt. 

Guten Appetit!


 

Freitag, 19. November 2021

Kulinarische Reise durch Deutschland - Teil 15: Schleswig-Holstein

Bevor es morgen zur letzten Etappe der kulinarischen Reise geht, hat es uns heute noch einmal in den Norden verschlagen, genauer gesagt nach Schleswig-Holstein. 

Eigentlich ein typisches Sommeressen (die Zutaten hierfür sind vorzugsweise frisch aus dem eigenen Garten zu ernten), führen die Wurzeln von Schnüüsch (oder Schnüsch) auf die Halbinsel Angeln (umgeben von der Flensburger Förde und der Schlei, auf der Kimbrischen Halbinsel liegend), die zum Kreis Flensburg gehört. Es handelt sich also (auch) um ein typisches Flensburger Essen, ist aber auch in Dänemark unter dem Namen Snysk bekannt. 

Ich habe mich für die Variante entschieden, in welcher das Gemüse (Kartoffeln, Karotten, Erbsen, Bohnen, Kohlrabi) erst in Salzwasser vorgekocht und dann in Milch und Butter geköchelt werden. Zu diesem Gericht wird typischerweise als Beilage Katenschinken oder Hering / Matjes gereicht, wir hatten keine Beilage dazu. Ein leckeres Essen, welches es mit Sicherheit in den Sommermonaten wieder geben wird. Dann vielleicht tatsächlich mit einer kalten Beilage.

Guten Appetit!


 

Kulinarische Reise durch Deutschland - Teil 14: Sachsen-Anhalt

Wenn der Göttergatte gebürtiger Sachsen-Anhalter ist, so sollte es eigentlich keine Schwierigkeit darstellen, ein typisches Gericht aus diesem Landstrich zu wählen.
 
Weit gefehlt!

"Typisch" für Sachsen-Anhalt sind nämlich solche Dinge wie "Bratwurst mit Zucker-Zimt-Milchreis" (Region Dessau / "Jeßnitzer Art") oder Brocke (mit gesüsstem Malzkaffee übergossene Brotwürfel - das ist ja noch schlimmer als die Sächsisch Brotsuppe neulich).
Der Milbenkäse (ja!) aus Würchwitz oder die Süß-Saure Grünebohnensuppe mit gezuckerten Eierkuchen (zum "ditschen") tragen nun auch nicht gerade dazu bei, mich in der Heimat meines Mannes weiter zu integrieren 😑

Bevor ich nun also an dem Punkt ankam, meine Verbindung zu einem Menschen aus dem Land der Frühaufsteher (aber nicht der Gourmets) überdenken, erschien ein heller Stern am Horizont.
Nein, es ist nicht die Himmelsscheibe von Nebra. Sondern der "Altmärker Däg'lbraod". Das, dessen Name niemand aussprechen kann (nicht mal Voldemort), ist ein Tiegelbraten.
Allerdings handelt es nicht um das ursprüngliche Originalrezept! Das möchte ich vorausschicken. Das Ursprungsrezept sieht ausschließlich Schafsfleisch 🐑 vor. Das mögen wir nicht. Auch Lamm nicht. Deswegen haben wir uns für eine Variante entschieden (die aber ebenfalls aus dem genannten Landstrich kommt), die Rindfleisch und einen geringen Anteil an Lamm vorsieht - das Lamm haben wir einfach weggelassen. Aber ich habe wenigstens meinen ältesten Tiegel ausgepackt.

Von der Machart an Gulasch erinnernd. Auch geschmacklich wie einfaches, sparsam gewürztes Gulasch. Aber durchaus akzeptabel und vor allem im Gegensatz zum Vortagsdesaster richtig richtig lecker. 



Mittwoch, 17. November 2021

Kulinarische Reise durch Deutschland - Teil 13: Sachsen

Wie das so ist bei Experimenten - manchmal geht etwas schief oder es wird nicht so, wie man sich das im Vorfeld gedacht hat. Heute war es so weit. Ob es wirklich einfach nur schiefging oder einfach nicht unseren Erwartungen entsprochen hat, weiß ich nicht.

Altsächsische Brotsuppe

Das Rezept ist super einfach und Brotsuppe habe ich auch nicht zum ersten Mal gemacht. Und bevor es im Hexenkessel köcheln durfte, sah es auch noch richtig lecker aus. Aber dann...nein, das ist nichts, was wir noch einmal essen werden. Bislang der Tiefpunkt auf der Deutschlandreise. 

Ein Arme-Leute- und Resteessen. Aber eines der weniger schmackhaften Sorte. Da mache ich aus Brotresten lieber Paniermehl oder Knödelbrot. 

Infos habe ich auch nicht wirklich gefunden. Halt aus Sachsen. Fertig.

Heute wünsche ich keinen Guten Appetit!



Dienstag, 16. November 2021

Kulinarische Reise durch Deutschland - Teil 12: Saarland

Im Saarland haben wir uns diesmal für Hausmannskost entschieden: Saarländische Lyonerpfanne aus rohen Kartoffeln. Ein deftiges aber auch sehr leckeres Gericht. Traditionell wird sie wohl mit Endiviensalat als Beilage gegessen. Den habe ich schlicht und ergreifend auf dem Einkaufszettel vergessen. Stelle ich mir aber als äußerst passend vor, wie auch jede andere Sorte von grünem Salat.

Der Lyoner sagt man nach, sie sei die saarländische Version der Münchner Weißwurst. Dabei ist klar, dass sie sich natürlich komplett von dieser unterscheidet. Aber, was dem Münchner die Weißwurst ist dem Saarländer die Lyoner.
Die Lyoner ist halt eine Brühwurst ohne Einlage. Nahezu identisch mit einer Fleischwurst. Aber ich habe gelernt, dass man sie nicht gleichsetzen darf. 

Wikipedia sagt dazu: BEFFE-Gehalt der Lyoner: mind. 8 % (BEFFE im Fleischeiweiß histometrisch nicht unter 65 Vol.-% und chemisch nicht unter 75 %). Nun dürfte alles klar sein, oder? Nicht? Keine Sorge, bei mir auch nicht. Ist mir aber wurscht, solange es schmeckt. Und das hat es!

Gudde Abbedid!



Montag, 15. November 2021

Kulinarische Reise durch Deutschland - Teil 11: Rheinland-Pfalz

Der Flammkuchen ist ja nun wirklich keine Pfälzer Erfindung. Tatsächlich liegt der Ursprung wohl wirklich im Elsass. Aber auch im Saarland, Baden, Hessen und eben Rheinland-Pfalz zählt der Flammkuchen zum traditionellen Essen.
Ursprünglich ein bäuerliches Essen, mit welchem man am Backtag testete, ob der Dorfbackofen auch heiß genug war. Erst dann wurden die Brote für die Woche darin gebacken. Der Backtag war ein Gemeinschaftsereignis und so entwickelte sich der Flammkuchen im Laufe der Zeit zu einem Festtagsessen.

Es gibt verschiedene Varianten: Mit Zwiebeln oder Schalotten. Mit Speckwürfeln oder Rohschinkenwürfeln. Sogar Süße Varianten, mit Äpfeln oder Birnen und Zimt gibt es. Im badischen Raum gibt man mitunter Kartoffelpüree und Grieben drauf.

Ich habe mich ans klassische Rezept mit Schalotten, Schinkenspeckwürfeln sowie Schmand und Creme Fraiche gehalten.

Gudä Abädid!



Sonntag, 14. November 2021

Kulinarische Reise durch Deutschland - Teil 10: Nordrhein-Westfalen

Das war einfach - wenn wir im Rheinland sind, gibt es natürlich Rheinischen Sauerbraten. Zwar nicht aus Pferdefleisch, soviel Original musste dann doch nicht sein, aber schön lange eingelegt. Na gut, diesmal nicht ganz so lange, da es sonst zeitlich nicht gepasst hätte mit der Reihenfolge. Aber 1 1/2 Wochen waren es immerhin - normalerweise liegt er drei Wochen in seinem Sud. 

Was ist denn überhaupt der Unterschied zwischen einem Rheinischen Sauerbraten und einem anderen? Also, beim Badischen Sauerbraten fehlen wohl komplett die Süßungsmittel, es kommen weder Rosinen noch Zuckerrübensirup in die Sauce. Dafür kommt Knoblauch und Lebkuchengewürz rein.

Beim Rheinischen Sauerbraten verwendet man Aachener Printen, seltener auch Lebkuchen zum würzen und binden der Sauce. Im Badischen ist es in erster Linie Mehl / Mehlschwitze neben Lebkuchen. 

In Baden sind die klassischen Beilagen Spätzle oder verschiedene Knödelsorten, im Rheinland Pommes (ja, tatsächlich) oder Knödel.

Der Fränkische Sauerbraten unterscheidet sich jetzt nicht so großartig vom Rheinischen. Seltsamerweise hat mir aber noch nie ein Fränkischer Sauerbraten geschmeckt. Die Sauce ist mir zu dünn, er ist mir nicht lange genug eingelegt und meistens einfach nur zu sauer. Ein Saurer Sauerbraten sozusagen. 

Den Rheinischen Sauerbraten aber machen wir schon seit vielen vielen Jahren mindestens 1-2x im Jahr. 

Jode Appetit!




Samstag, 13. November 2021

Kulinarische Reise durch Deutschland - Teil 9: Niedersachsen

Diesmal hat es tatsächlich mit dem Fisch geklappt. Matjessalat. Genauer gesagt "Emder Matjessalat".

Wodurch unterscheidet sich dieser von anderen Matjessalaten? Nun, mein "Stammrezept" (das ziemlich identisch mit den meisten anderen Rezepten ist) sieht z. B. Schmand, Schlagsahne, Gewürzgurken und Äpfel vor (neben Matjes, Zwiebeln, Dill, Essig und Gurkenflüssigkeit sowie Salz und Pfeffer). Hier wird die Schlagsahne durch Joghurt 3,5 % ersetzt, die Äpfel durch Birnen und die Gurken durch Brechbohnen. Essig fällt hier ganz weg, stattdessen nimmt man Sherry oder Weißwein. Insbesondere wegen der Bohnen war ich skeptisch. Aber hey - ich glaube, ich habe ein neues Lieblingsrezept für Matjessalat gefunden! Die Bohnen und der Alkohol passen hier ganz hervorragend. Einzig die Birnen werde ich vermutlich wieder durch Äpfel ersetzen, die waren uns zu farblos. Vielleicht war es auch einfach nur eine zu milde Sorte.

Guten Appetit!



Freitag, 12. November 2021

Kulinarische Reise durch Deutschland - Teil 8: Mecklenburg-Vorpommern

Heute ging es wieder zurück in den Norden, genauer gesagt ins (deutsche) Land der tausend Seen - nach Mecklenburg-Vorpommern. 

Mein erster Gedanke hierzu war: Fisch! Da hätten wir gebratenen Räucheraal und gebratene Maischolle. Während ich nichts dagegen hätte, waren meine Männer leider sehr abgeneigt vom Wassergetier. Einen Braten zum Freitag wollte ich auch nicht unbedingt haben. Weitere Recherchen brachten mich dann zu den Beilagen. Und da ich noch Schnitzel im Gefrierschrank hatte, war die Entscheidung gefallen: Es gibt Mecklenburger Käsekartoffeln.

Was ist das besondere an diesen Kartoffeln? Nun, offenbar liegt diesen ein altes pommersches Rezept zugrunde: Pommersche Buttermilchkartoffeln. Diese sind jedoch mit Knackern und als Hauptspeise zu sehen. 

Die Mecklenburger Käsekartoffeln werden gewürfelt in Gemüsebrühe vorgekocht und dann zusammen mit einer Möhre und einer Stange Lauch kurz angebraten. Dann zusammen mit einem Sahne-Weißwein-Gemisch und 300 g (!) Gratinkäse gratiniert. Sehr schmackhaft, aber meiner Meinung nach ist das schon keine Beilage mehr, sondern durchaus eine eigenständige Hauptspeise. Wann wird mehr als nur gut satt.

Äußerst positiv empfinde ich die Käsemenge - genau richtig. Endlich mal keine homöopathischen Käsedosen.


Guten Appetit!




Donnerstag, 11. November 2021

Kulinarische Reise durch Deutschland - Teil 7: Hessen

Vom hohen Norden in die Mitte Deutschlands, nach Hessen. Genauer gesagt nach Frankfurt.

Da fiel mir als erstes der Frankfurter Kranz ein. Nun ja, nicht wirklich eine Hauptspeise. Dann lieber Frankfurter Würstchen. Auf der Suche, was an diesen besonders ist oder was man in Hessen dazu reicht, bin ich auf die Linsensuppe gestoßen.

Hmmm...also, ich muss ja sagen, ich mag Suppen. Sehr sogar. Aber Linsensuppe.
Das ist etwas, was ich nur äußerst widerwillig runterbekomme. Alleine der Anblick lässt mich gruseln. Obwohl sie geschmacklich nun wirklich nicht schlimm ist. Jedoch hatte ich nicht wirklich viele Alternativen. Frankfurter Grüne Sauce klappt nicht, als TK Produkt hier nicht zu bekommen und die Kräuter haben keine Saison. Und auf Handkäs' mit Musik hatte ich nun nicht wirklich Lust.

Also dann eben doch die Suppe...

Was ist an der Frankfurter Linsensuppe so besonders? Ich habe keine Ahnung und auch nichts dazu gefunden. Sie gilt als "hessische Regionalsuppe" und man reicht Apfelmus dazu. Na, danke auch. Weiter wollte ich dann gar nicht mehr recherchieren. Linsensuppe mit Apfelmus. Man muss nicht alles ausprobieren. Zumindest ich muss das nicht. 

Als denn: Guude Abbo!





Mittwoch, 10. November 2021

Kulinarische Reise durch Deutschland - Teil 6: Hamburg

Moin.

Alles, was über "Moin" hinausgeht, ist ja eigentlich schon zu viel Gebabbel. Das, was der Norden an Worten einspart, gibt er dann beim Kochen.

Eigentlich ist / war der "Hamburger Pannfisch" ein Resteessen (Arme-Leute-Essen), aber mittlerweile steht er wohl sogar auf der Speisekarte gehobener Restaurants. 

Auch ich sehe dieses Gericht eher als Resteessen, denn wenn man hier von 0 anfängt, ist es aufwändiger als der Name und auch das Rezept vermuten lassen. Ich stand eine gute Stunde in der Küche.

Spätestens 1890 wurde der Hamburger Pannfisch das erste Mal in einem Hamburger Kochbuch erwähnt. Und im Laufe der Jahrzehnte sind wohl unzählige Varianten entstanden.
 
Für eine Variante musste ich mich entscheiden und vermutlich wurde es die, die optisch am wenigsten ansprechend ist. Allerdings bin ich auch kein Sternekoch, das Michelinmännchen hat bei mir noch nicht vorbeigeguckt, zumindest nicht, um mir meinen Stern dazulassen.

Auf jeden Fall hat es uns geschmeckt und es wird sicherlich nicht das letzte Mal auf unseren Tellern gelandet sein. Allerdings beim nächsten Mal wirklich aus Resten zubereitet ;)

Auf ein neues "Guten Appetit"!



Dienstag, 9. November 2021

Kulinarische Reise durch Deutschland - Teil 5: Bremen

Wer bei Bremen an Fisch denkt, hat Recht. Aber die Bremer Küche ist nicht nur für Meeresbewohner bekannt. Wir haben uns heute für ein Fleischgericht entschieden. Schon alleine deshalb, weil der Name interessant klingt.

Bremer Matrosenfleisch.

Passt ja namentlich schon mal sehr gut in den Norden. Falls dies jemandem aus Österreich bekannt sein sollte - das ist nicht verkehrt, allerdings unterscheidet es sich in der Zubereitung. Während bei der österreichischen Variante zum Schluss mit Sauerrahm gebunden wird und Nockerl dazu gegessen werden, bindet man das Bremer Matrosenfleisch nur bei Bedarf mit Stärke und reicht Kartoffeln oder Nudeln dazu.

Das Bremer Matrosenfleisch soll angeblich Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts zum Standardgericht auf den Schiffen der Norddeutschen Lloyd gezählt haben.

Die Zubereitung erinnert an Gulasch, auch vom Geschmack her war es diesem nicht unähnlich. Wir fanden es überraschend gut und das wird es sicherlich noch das eine oder andere Mal geben - mein Gulasch kann es allerdings nicht ersetzen ;)

Eine Übersetzung für "Guten Appetit" in Bremer Dialekt habe ich nicht gefunden. Und dass Plattdeutsch will ich mir gerne noch aufheben.




Montag, 8. November 2021

Kulinarische Reise durch Deutschland - Teil 4: Brandenburg

Die nächste Etappe liegt quasi gleich vor der gestrigen Haustüre - wir sind in Brandenburg gelandet. Nun stand ich also vor der Haustüre, ich armer Tor, und fand nicht wirklich etwas, was ich als Mahlzeit umsetzen konnte. 
Worin lagen die Schwierigkeiten? Nun, neben dem persönlichen Geschmack darin, dass ich einige Zutaten hier einfach nicht bekomme. Teltower Rübchen - hier noch nie gesehen und tatsächlich gibt es sie im tiefen Süden wirklich nicht zu kaufen. 
Knieperkohl - dafür benötigt man u. a. Markstammkohl. Wird hier ebenfalls nicht angebaut.
Schmorgurken...hm, nein, das ist nichts für uns. Schon mal probiert und als für uns ungeeignet befunden...

Süße Hauptmahlzeiten sind auch nicht so wirklich unser Ding und Mohn schon gleich gar nicht (zumindest für 2/3 von uns). Deswegen kamen auch die Süßen Mohnspielen gar nicht erst in die engere Planung.

Wir schwankten dann zwischen Leberwurstbrot mit Spreewalder Gürkchen (lecker!) und Quark mit Leinöl und Kartoffeln. Das war uns aber irgendwo nicht ganz typisch genug.

Dann stieß ich auf Brandenburger Wirsingrouladen. Dabei handelt es sich wohl um ein leicht abgewandeltes Rezept. Das Original beinhaltet Wildhack, wurde aber zu DDR Zeiten durch Schweine-/Rinderhack ersetzt. 
Auch kommen gehäutete und klein gehackte Tomaten in die Brühe. War zumindest mir bisher auch neu (was nicht heißen soll, dass es das nicht in anderen Regionen auch geben mag).

Ich würde an dieser Stelle gerne noch genauere Infos liefern, wurde aber bei meinen Recherchen immer nur auf bestimmte regionale Kochbücher verwiesen, die das Rezept beinhalten. Die wollte ich dann doch nicht alle kaufen 😂

Heute auch ohne Dialekt, da es sich laut Märkischer Zeitung um einen "kunterbunten Mischdialekt" handelt. Für mich als Franke klingt es wie ein Mischmasch aus dem Berliner Dialekt und dem, was zumindest im Bezirk Halle gesprochen wird (der mir angetraute Hallenser nickt zustimmend und meint "Ja, irgend sowas").

Brandenburger Wirsingrouladen mit Salzkartoffeln

Guten Appetit!



Sonntag, 7. November 2021

Kulinarische Reise durch Deutschland - Teil 3: Berlin

"Janz Berlin is eene Wolke!" - Eine Wolke hatte ich heute auch in der Küche. Eine Currywolke. Damit dürfte klar sein, was heute auf dem Teller lag.

Wo die Currywurst erfunden wurde, ich glaube, darüber wird sich noch in 100 Jahren gestritten. Berlin oder Ruhrpott.

In einem sind sich die diversen Quellen so ziemlich einig: Im September 1949 soll die Schneiderin Herta Heuwer, da schon Wurstbudenbesitzerin, aus Langeweile aus Paprika, Paprikapulver, Tomatenmark und verschiedenen Gewürzen (hoffentlich war da auch Curry mit bei) eine rote Sauce kreiert haben und diese über eine in Stücke geschnittene Brühwurst gekippt haben. Fertig. Die Currywurst war geboren. Ganz findig hat sie ihre Sauce sofort zum Patent angemeldet, das genaue Rezept nahm sie mit ins Grab. 

In Sachen Ruhrpott habe ich keine Jahreszahl gefunden.

Vor Jahren wurde mir mal gesagt, dass der wesentliche Unterschied zwischen Berlin und dem Pott darin besteht, dass die Wurst in Berlin eine (Art) Bockwurst ist, die Wurst im Pott dagegen eine (Art) Bratwurst. Schön..."eine Art"...das kann ja schon alles heißen. Hauptsache lang und wurstähnlich. Wunderbar. 

Laut einer Veröffentlichung der Fleischerinnung dagegen in Berlin darf die Wurst nicht gepökelt und nicht geräuchert und muss eine Bratwurst sein. Nur die sog. "Volkswagen-Currywurst" sei eine Bockwurst. Hilfe.

Mit soviel Wurst im Kopf springen wir mal schnell in den Pott und siehe da - es ist eine Bratwurst. Äh, nee...anner Bude daneben isses ne Bockwurst. Ach, lasst mich doch in Ruhe. Dank Fehlplanung beim Einkauf musste ich eh Bockwurst und Bratwurst nehmen, ich sollte also beidem Rechnung tragen.

Zurück nach Berlin. Weiter zur Sauce. Die Sauce ist fruchtiger als die ausm Pott (ob das wohl an der Kohle liegt, hust?), basiert auf einer Basis von Tomatenmark und Gewürzen und ist wohl ein ganzes Stück schärfer. Scharf ist immer gut, ich bin ja eine ganz Scharfe, meiner Männer leider nicht, daher hat sich das eh erledigt.

Das Internet hat mir verraten, dass es in der Hauptstadt zig Trilliarden verschiedene Currywurstsaucenvarianten (was für ein Wort) gibt. Von dünnflüssig über Brei bis zu pastös (noch so ein schönes Wort, welche ich im Alltag nie in den Mund nehmen würde). Teilweise erwärmt, teilweise mit Currypulver gewürzt (nur teilweise?!?). Vermutlich gibt es für jeden Wochentag und für jedes Wetter eine andere Sauce. Heiter bis curry-ig. Wolkig mit Aussicht auf Currywurst usw. An Weihnachten dann keine Pommesschranke sondern nur Mayo. Zum Osterfest mit extra viel Sauce, damit man die Wurst so richtig schön suchen muss. Wie auch immer...

Dit is mir schnurz piep ejal! Jut'n Hunga! Hau rin!

Berliner Currywurst mit Pommes Frites



Samstag, 6. November 2021

Kulinarische Reise durch Deutschland - Teil 2: Bayern

Von Baden-Württemberg aus reisen wir im Alphabet Richtung Bayern. Und da heute Samstag und nicht Sonntag ist, fällt der Schweinebraten schon mal raus.

Was liegt also näher als die Weißwurst? Ja, ich weiß, "war ja klar" und ähnliches. Nicht wirklich einfallsreich (braucht es auch nicht zu sein). Aber lecker. Auch für Franken ;)

Wo kommt sie eigentlich her, die Weißwurst? Der Legende nach ist die Weißwurst ein Zufallstreffer aus dem Gasthaus "Zum Ewigen Licht" am Münchner Marienplatz. Dort soll im Februar 1857 der Metzger "Moser Sepp" versehentlich das Bratwurstbrät in Schweine- anstatt Schafsdärme gestopft haben - weil sein Lehrling, den er aus der Not heraus (Fehlplanung im 19. Jahrhundert) nach Nachschub geschickt hat, eben mit jenen ankam. Ob es ein Versehen war (weil der Lehrling noch im Ersten Lehrjahr war) oder es einfach gerade keinen anderen gab - ist wohl nicht überliefert. Jedenfalls haben wir diesem "Fehler" die Weißwürste zu verdanken: Schweinedarm ist zu groß für Bratwürste und darüber hinaus zu zäh, um die Wurst zu braten. Kurzerhand hat der Moser Sepp sie daher in heißem Wasser gebrüht. Gebrüht, nicht gekocht. Beim Kochen können sie platzen (hab ich auch schon geschafft).

Andere Quellen wiederum erzählen, diese Wurst gäbe es schon viel länger und sie wäre eine Weiterentwicklung der sog. "Maibockwurst" - was das ist, darüber habe ich nichts gefunden - nur, dass der Stadtarchivar von München, Richard Bauer, das glaubt. 

Wie dem auch sei, wie man es dreht oder wendet - man landet bei der Weißwurst immer wieder in München und deswegen ist die Weißwurst mein Gericht der Wahl für Bayern gewesen.

Traditionell isst man sie übrigens mit Brez'n und Süßem Senf, dazu reicht man ein frisch gezapftes Weißbier. Und ganz wichtig: man muss sie vor dem 12-Uhr-Läuten essen!!

Da ich in der glücklichen Lage bin, einen Kühlschrank zu besitzen und darüber hinaus kein Handwerker bin, gilt das für mich mit dem 12-Uhr-Läuten nicht: Man nimmt an, dass das noch aus der Zeit stammt, wo die Leute keine Kühlmöglichkeit hatten und daher insbesondere im Sommer die in der Früh frisch gemachten Weißwürste recht schnell ... schlecht ... wurden. An anderer Stelle ist dagegen zu lesen, dass die Würste hauptsächlich von Handwerkern gekauft und gegessen wurden. Und die kommen ja (wenn sie kommen) Vormittags.

Wir essen sie also meist am Abend (oder als Weißwurstfrühstück). Süßer Senf (anderer schmeckt dazu tatsächlich nicht, zumindest uns nicht) und Brez'n gehört dazu. Als Nicht-Biertrinker verzichten wir aber aufs Bier.

Eigentlich is' oba a wurscht! An Guadn!




Freitag, 5. November 2021

Kulinarische Reise durch Deutschland - Teil 1: Baden-Württemberg

Jede Woche das gleiche Spiel - was soll es in den folgenden sieben Tagen zu essen geben? Meine Männer sind hierbei nur minder hilfreich, zumindest was die Planung betrifft. 

Da ich in der letzten Zeit ebenso wenig einfallsreich war, kam mir neulich die Idee, mich doch mal auf Reisen zu begeben. Und zwar zu Anfang nach dem Motto "Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?

Langer Rede kurzer Sinn: Jedes der 16 Bundesländer hat seine Spezialitäten zu bieten. Das eine oder andere kennt man und macht man immer mal wieder. Aber da muss es doch noch mehr geben. Also habe ich mich gestern einige Stunden damit befasst. Ich habe verschiedene Websites besucht, mich kundig gemacht, recherchiert und tatsächlich für jedes der Bundesländer ein Gericht gefunden.

Ich möchte eines vorweg schicken: Es war nicht so einfach, wie ich zu Anfang dachte. Manche Länder haben bei Hauptspeisen, wenn sie warm und herzhaft sein sollen, eine ziemlich reduzierte Auswahl. Manche Gerichte sind gar länderübergreifend und damit meine ich nicht nur die Grenzen der Bundesländer. Und manche Gerichte sind wiederum von vorneherein weggefallen, da sie uns entweder in dieser Zusammenstellung gar nicht schmecken oder grundsätzlich Zutaten enthalten, die für uns nicht in Frage kommen. Aus diversen Gründen. Dann gibt es wiederum Zutaten, die man zu dieser Jahreszeit frisch nicht bekommt. Ich denke da z. B. an die "Frankfurter Grie Soß" (Frankfurter Grüne Soße). Saison ist das Frühjahr. Da bekomme ich alle Kräuter auch im Frankenland problemlos frisch. Jetzt natürlich nicht mehr. Es gibt diese Sauce alternativ aber auch fertig zu kaufen. Gut, könnte man machen. Nur - als Fertigprodukt ist sie im Raum Nürnberg (in Franken? Bayern?) überhaupt nicht zu bekommen. Oder ein spezieller Fisch für ein Rezept von der Küste. Der Fisch ist hier nicht verbreitet. Könnte ich natürlich bestellen. Kostet aber. Viel. Also fielen auch solche Rezepte gleich unter den Tisch.

Das, was übrig blieb, war natürlich immer noch ausreichend. Und somit ist die kulinarische Deutschlandreise gerettet.

Sofern mir die Infos vorliegen, werde ich eventuell noch Details erwähnen. Man sehe mir nach, falls sie nicht ganz korrekt sein sollten. Dort, wo ich mich nicht auskenne, muss ich mich auf Angaben von Bekannten oder dem Internet verlassen. Wer mir (verlässliche & seriöse) Quellen nennen kann, wo es "richtiger" steht, kann mir dies gerne schreiben. 

Ich kann trotz sorgfältiger Recherchen nicht garantieren, dass die Speisen tatsächlich dort ihren Ursprung haben. Das war auch gar nicht mein Ziel. Mir war wichtig, dass das für das jeweilige Bundesland ausgewählte Gericht DORT als eines der traditionellen Gerichte zählt.

Abr nu gnug gschwädsed.

Unseren ersten Halt haben wir in Baden-Württemberg mit einer Portion Käsespätzle. Die absolute Herkunft ist nicht geklärt. Im gesamten süddeutschen Raum bis in die Schweiz und Österreich ist dieses Gericht bekannt und beliebt. Bei meinen (realen) Reisen in Baden-Württemberg steht dieses Gericht auf nahezu jeder lokalen Speisekarte als traditionelles Gericht. Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurden die Spätzle zumindest 1725 von einem gewissen Rosinus Lentilius (sein Name lässt ja eher an ein seltsames Linsengericht denken...), gebürtiger Württemberger und Leibarzt des Stuttgarter Herzogs sowie Mitglied der "Leopoldina". 1838 wurde im "Schwarzwälder Boten" das Gedicht "Das Lob der Schwabenknöpfle" veröffentlicht.

Guada Abbedid!

Gurkensandwiches

Aus dem Sherlock Holmes Kochbuch. Sicherlich eher was für den Sommer, weil frisch und einfach und schnell zuzubereiten, aber der Frühling is...