Worin lagen die Schwierigkeiten? Nun, neben dem persönlichen Geschmack darin, dass ich einige Zutaten hier einfach nicht bekomme. Teltower Rübchen - hier noch nie gesehen und tatsächlich gibt es sie im tiefen Süden wirklich nicht zu kaufen.
Knieperkohl - dafür benötigt man u. a. Markstammkohl. Wird hier ebenfalls nicht angebaut.
Schmorgurken...hm, nein, das ist nichts für uns. Schon mal probiert und als für uns ungeeignet befunden...
Süße Hauptmahlzeiten sind auch nicht so wirklich unser Ding und Mohn schon gleich gar nicht (zumindest für 2/3 von uns). Deswegen kamen auch die Süßen Mohnspielen gar nicht erst in die engere Planung.
Wir schwankten dann zwischen Leberwurstbrot mit Spreewalder Gürkchen (lecker!) und Quark mit Leinöl und Kartoffeln. Das war uns aber irgendwo nicht ganz typisch genug.
Dann stieß ich auf Brandenburger Wirsingrouladen. Dabei handelt es sich wohl um ein leicht abgewandeltes Rezept. Das Original beinhaltet Wildhack, wurde aber zu DDR Zeiten durch Schweine-/Rinderhack ersetzt.
Auch kommen gehäutete und klein gehackte Tomaten in die Brühe. War zumindest mir bisher auch neu (was nicht heißen soll, dass es das nicht in anderen Regionen auch geben mag).
Ich würde an dieser Stelle gerne noch genauere Infos liefern, wurde aber bei meinen Recherchen immer nur auf bestimmte regionale Kochbücher verwiesen, die das Rezept beinhalten. Die wollte ich dann doch nicht alle kaufen 😂
Heute auch ohne Dialekt, da es sich laut Märkischer Zeitung um einen "kunterbunten Mischdialekt" handelt. Für mich als Franke klingt es wie ein Mischmasch aus dem Berliner Dialekt und dem, was zumindest im Bezirk Halle gesprochen wird (der mir angetraute Hallenser nickt zustimmend und meint "Ja, irgend sowas").
Brandenburger Wirsingrouladen mit Salzkartoffeln
Guten Appetit!
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