Freitag, 19. November 2021

Kulinarische Reise durch Deutschland - Teil 14: Sachsen-Anhalt

Wenn der Göttergatte gebürtiger Sachsen-Anhalter ist, so sollte es eigentlich keine Schwierigkeit darstellen, ein typisches Gericht aus diesem Landstrich zu wählen.
 
Weit gefehlt!

"Typisch" für Sachsen-Anhalt sind nämlich solche Dinge wie "Bratwurst mit Zucker-Zimt-Milchreis" (Region Dessau / "Jeßnitzer Art") oder Brocke (mit gesüsstem Malzkaffee übergossene Brotwürfel - das ist ja noch schlimmer als die Sächsisch Brotsuppe neulich).
Der Milbenkäse (ja!) aus Würchwitz oder die Süß-Saure Grünebohnensuppe mit gezuckerten Eierkuchen (zum "ditschen") tragen nun auch nicht gerade dazu bei, mich in der Heimat meines Mannes weiter zu integrieren 😑

Bevor ich nun also an dem Punkt ankam, meine Verbindung zu einem Menschen aus dem Land der Frühaufsteher (aber nicht der Gourmets) überdenken, erschien ein heller Stern am Horizont.
Nein, es ist nicht die Himmelsscheibe von Nebra. Sondern der "Altmärker Däg'lbraod". Das, dessen Name niemand aussprechen kann (nicht mal Voldemort), ist ein Tiegelbraten.
Allerdings handelt es nicht um das ursprüngliche Originalrezept! Das möchte ich vorausschicken. Das Ursprungsrezept sieht ausschließlich Schafsfleisch 🐑 vor. Das mögen wir nicht. Auch Lamm nicht. Deswegen haben wir uns für eine Variante entschieden (die aber ebenfalls aus dem genannten Landstrich kommt), die Rindfleisch und einen geringen Anteil an Lamm vorsieht - das Lamm haben wir einfach weggelassen. Aber ich habe wenigstens meinen ältesten Tiegel ausgepackt.

Von der Machart an Gulasch erinnernd. Auch geschmacklich wie einfaches, sparsam gewürztes Gulasch. Aber durchaus akzeptabel und vor allem im Gegensatz zum Vortagsdesaster richtig richtig lecker. 



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