Montag, 18. November 2024

Spaghetti all'assassina

Nichts Besonderes und gleichzeitig doch so anders. Im Grunde Spaghetti in Tomatensauce. Aber die Art der Zubereitung sowie eine eher untypische Zutat (wenn auch nicht absolut ungewöhnlich) machen dieses ursprünglich aus Apulien (Bari) stammende Gericht so anders.

Hier werden die Nudeln nicht in Salzwasser gekocht und dann mit der Sauce gemischt, sondern sie werden in der Pfanne gleichzeitig angebraten und in der Tomatensauce gekocht.

Die Basis für Sauce sind (auf 500 g Spaghetti) 125 g Tomatenmark, welches in 1,25 l Wasser mit etwas Salz langsam geköchelt wird. 

In einer Pfanne werden drei in dünne Scheiben geschnittene Knoblauchzehen (oder auch vier oder fünf...) mit etwas Olivenöl angeschwitzt. Dann werden Chiliflocken (ich habe Chili Crisp genommen) hinzugegeben und auch mit angeschwitzt. Wichtig - alles auf mittlerer Hitze, nicht mehr. Nun werden die ungekochten (!!) Spaghetti in den Pfanne gegeben und etwas ausgebreitet. Die werden ca. 1-2 Minuten mit gebraten, bis es in der Pfanne hörbar knuspert. Dann vorsichtig mit einem Pfannenwender wenden und den Vorgang wiederholen. Nun eine Kelle voll Tomatenpüree (! das ist etwas dickflüssiger als passierte Tomaten, die gehen aber auch) drüber geben und verteilen und warten, bis die Flüssigkeit verkocht ist. Die Nudeln wieder vorsichtig wenden. Das wird so lange wiederholt, bis das Tomatenpüree verbraucht ist. Nun Löffelweise die Tomatensauce (Tomatenmark+Wasser) hinzugeben. Dabei immer wieder soweit verkochen lassen, bis die Nudeln anfangen zu knuspern. Die Spaghetti dürfen, sollen leicht angebraten und goldbraun werden. Nur Kohle sollte keine produziert werden. 
Alles solange wiederholen, bis nur noch ein Rest Sauce übrig ist. Diesen drübergeben, ebenso ein bisschen Petersilie und nun alles gut durchmischen.
Das Gericht ist fertig, wenn die Nudeln al dente sind und die Sauce nur noch als dickflüssige Paste vorhanden ist. 

Im Gegensatz zu vielen anderen Pastagerichten isst man hier KEINEN Parmiggiano dazu. Kann man aber natürlich (passt bloß nicht so richtig).

Die Rezepte unterscheiden sich alle ein wenig. Manchmal werden die Nudeln auch gleich zusammen mit dem Tomatenmark angebraten, manchmal so, wie ich es gemacht habe. Ausprobieren!

Achtung, feurig - daher auch der Name ("Killer-Spaghetti" auf Deutsch).



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