Samstag, 24. Dezember 2022

★ Heiligabend ★

Während es bei sehr vielen Familien an Heiligabend traditionell und je nach Region Kartoffelsalat mit Würstchen, Karpfen blau oder gebacken, Saure Zipfel usw. gibt, gibt es bei uns in jedem Jahr etwas anderes, immer aber ist es ein Drei-Gang-Menü.

In 2022 sah es folgendermaßen aus:

Als Vorspeise gab es geröstete Pumpernickel (in Butter) mit Camembert und Preiselbeeren. Der Optik wegen, die beim fertigen Produkt auf dem Foto leider gar nicht wirkt, habe ich Sterne und Lebkuchenmännchen ausgestochen. Dass die Pumpernickel gar so schwarz aussehen, liegt nicht am gut gemeinten Brutzeln, sondern daran, dass das eh schon dunkle Pumpernickel durch die Butter + Blitz von der Kamera einen richtig dunklen Schimmer bekommt. Tatsächlich hätte ich sie ruhig noch ein Minütchen länger in der Pfanne lassen können, so waren sie fast zu weich (weshalb ich nebenbei dann bei einem der Männchen eine ungeplante Beinamputation durchgeführt habe 😏).



Weiter geht es mit der Hauptspeise, Entrecôte mit Cognac-Sahne-Sauce und Süßkartoffelpommes.
Das Fleisch ist mir wieder auf den Punkt gelungen, der Tipp den ich mal las, ist Gold wert, deswegen möchte ich ihn an dieser Stelle weitergeben: Egal, ob Entrecôte oder Rumpsteak, auf großer Hitze das Fleisch alle 30 Sekunden (!) wenden und insgesamt solange, wie es für die Dicke des Fleisches und die gewünschte Garstufe empfohlen ist. Wir mögen Rindfleisch gerne medium und bei diesem Stück waren es insgesamt 3 Minuten, sprich, 6x wenden.
Das Arbeiten mit der Süßkartoffel fand ich aufregend: Süßkartoffelpommes hatte ich bisher nur als TK Ware gekauft und ansonsten nur Brei daraus gemacht. Ich war gestern sehr überrascht, dass die Süßkartoffel mega schnell anläuft und Druckstellen bekommt. Das war dann fast ein bisschen stressig, da ich im Grunde wie bei einem Spargelschälwettbewerb schnibbeln musste, um sie leuchtend orange ins Wasser zu retten.




Zu guter Letzt war dann endlich die Nachspeise an der Reihe und zwar gab es Rotweinbirnen mit Vanilleeis und Schlagsahne. Die Birnen werden geschält, halbiert, das Kerngehäuse entfernt und dann in Rotwein mit 1 TL Zimt und 4 EL Vanillezucker gekocht. Die Zuckermenge kann in diesem Fall NICHT reduziert werden, da es sonst keinen Sirup gibt. Oder aber, man verzichtet komplett auf die Sauce. Geht sicherlich auch.



Alles war sehr lecker, bis auf den letzten Krümel aufgegessen und ich habe mir mal wieder geschworen, nie wieder etwas zu essen...

 




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