Mittwoch, 22. Februar 2023

Aschermittwoch - Beginn der Fastenzeit

 


Keine Sorge, das wird jetzt kein erklärender oder gar missionierender Eintrag. Im Verlauf des Textes wird auch ziemlich schnell klar, warum gerade ich dazu alles andere als geeignet ist. 

Ich möchte nur kurz darauf eingehen, wofür der Aschermittwoch überhaupt steht und was es mit der Fastenzeit auf sich. Wer es genauer wissen möchte, im Netz finden sich genug Quellen dazu. Ach ja, in der Bibel natürlich auch...

Am bzw. mit dem Aschermittwoch beginnt in der Römisch-Katholischen Kirche (Westkirche) die insgesamt 40 Tage andauernde Fastenzeit. Vor dem Aschermittwoch kommt generell der Faschingsdienstag (Fastnachtsdienstag).

Der Name ergibt sich aus dem Brauch, nach welchem an diesem Tag die Gläubigen im Gottesdienst ein Aschekreuz auf die Stirn gezeichnet bekommen.

40 Tage Fasten deshalb, um an Jesus Christus zu erinnern, der diese Zeit eben fastend und betend in der Wüste verbrachte.

Soweit die Fakten zum Aschermittwoch.

Was ist Fasten? Auch da will ich nicht allzusehr ins Detail gehen. Im Grunde dient diese vierzigtägige Zeit dazu, sich fastend und betend auf das Osterfest vorzubereiten.

Ich höre jetzt schon die Einwände, ja, aber ...

Ja, richtig, auch in anderen Religionen wird gefastet, aus unterschiedlichen Gründen. Und auch außerhalb von irgendwelchen religiösen Belangen fasten Leute immer wieder aus den verschiedensten Motiven. Ich habe mir jetzt als kurze Erklärung die christlich-katholische Erklärung rausgepickt, weil ich dazu noch am meisten weiß, dank Religionsunterricht. 

Persönlich würde ich mich als "Papier-Katholik" bezeichnen, der es einfach nur noch nicht auf die Reihe bekommen hat, der Kirche endgültig den Rücken zu kehren und insgesamt die ganze Institution Kirche nur aus architektonischen Gründen interessant finde. Was meinen Glauben betrifft - den suche ich noch immer. Eine Kirche brauche ich dazu jedenfalls nicht und bibelfest bin ich höchstens insoweit, dass ich die ersten drei Worte im Alten Testament auswendig kenne. Soviel dazu...

Was will ich nun also mit dem Fasten?

Im Gegensatz zu den berühmten Neujahrsvorsätzen, die ich persönlich für Nonsens halte, weil ich sie noch nie eingehalten und auch nie einhalten werde - ich setze eine vorgefasste Änderung möglichst dann in die Tat um, wenn ich der Meinung bin es ist nötig und nicht, weil der Kalender es vorschreibt - fand ich Fasten im Sinne von Abstand zu bestimmten Dingen wahren schon immer sehr interessant. Und mit zunehmendem Alter gelingt es mir auch tatsächlich, durchzuhalten. Schon seit einigen Jahren verzichte ich in der Fastenzeit zu 100 % auf Süßigkeiten. Obwohl es mittlerweile nichts Neues mehr ist, ist es dennoch in jedem Jahr aufs Neue eine Herausforderung. Vor allem die ersten ein, zwei Wochen sind hart. Kurioserweise, denn obwohl ich immer mal wieder Phasen habe, wo ich sehr viele, zu viele Süßigkeiten esse, kann ich die meiste Zeit des Jahres gut darauf verzichten. Ich bin also gespannt, ob es mir auch in diesem Jahr wieder gelingt.

Zusätzlich habe ich mir Facebook Fasten auferlegt. Ich bin dieser Social Media Plattform schon seit einer geraumen Weile immer wieder zugeneigt. Ehrlich gesagt nervt sie mich nur noch. Und er einzige Grund, warum ich überhaupt noch dort bin, sind Freunde und Verwandte aus Nah und Fern, zu denen ich sonst keine anderweitige Kontaktmöglichkeit habe. Es ist also auch ein Stück weit ein Experiment. Mit der zugrunde liegenden Frage, ob sie mich überhaupt vermissen würden? Schlauer bin ich an Ostern...und danach werde ich entscheiden, ob ich endgültig Abschied nehme oder aber z. B. einmal in zwei Wochen oder einmal im Monat vorbeischaue. Auf alle Fälle habe ich heute Morgen bereits die App vom Smartphone gelöscht und mich ansonsten bei allen Browsern dort ausgeloggt. Desktopbenachrichtigungen sind ebenfalls deaktiviert. Zu meiner Freude habe ich darüber hinaus festgestellt, dass ich den Messenger dennoch behalten könnte, wenn ich das Facebook Konto z. B. in ein sog. DEMA Konto umwandle. Diese Tatsache würde natürlich einen Abschied leichter machen.

Das ist aber noch nicht alles. Ich habe des Weiteren andere Social Media Apps mit einem Timer versehen - von 20:00 Uhr bis 8:00 Uhr sind sie ab heute gesperrt.

Was nutz(t)e ich überhaupt?
Facebook - siehe oben
TikTok -  heute Account gelöscht
WhatsApp, Messenger, Instagram - von 20:00 Uhr bis 8:00 Uhr gesperrt
Twitter, Snapchat, Reddit und wie sie alle heißen - kein Account vorhanden

Einige werden jetzt vielleicht denken, dass das doch sowieso kaum Präsenz ist, im Vergleich zu anderen Usern. Na ja, mag sein. Aber ich bin nicht "andere", sondern ich bin ich und ich bin für mich zu dem Ergebnis genommen, dass meine insgesamt ca. 2-3 Stunden durchschnittliche tägliche Social Media Präsenz immer noch viel zu viel ist. Ich habe genug andere Hobbies, die auch oder nur offline durchführbar sind und zu denen möchte ich mehr und mehr zurückkehren. 

Vielleicht kann ich ja jemanden ebenfalls dazu inspirieren. Wenn ja, würd's mich freuen - wenn nicht, auch nicht so schlimm - ich mache es ja für mich 😊

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